Vita

 

Über Ska Keller:

 

Ska Keller wurde im Jahr 2009 im Alter von 27 Jahren ins Europäische Parlament gewählt, wo sie der Fraktion Die Grünen/EFA angehört. Sie ist Mitglied im Handelssausschuss (INTA) und im Innenausschuss (LIBE). Im Handelsausschuss beschäftigt sie sich vor allem mit den entwicklungspolitischen Aspekten der EU-Außenhandelsbeziehungen. Hierzu gehört, darauf zu achten, dass Handelspolitik der Europäischen Union nicht noch weiter die Ungleichheiten zwischen den Ländern des Globalen Nordens und Südens verstärkt. Im Innenausschuss setzt sie sich für die Stärkung der Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen sowie für eine menschenwürdige Asylpolitik der Europäischen Union ein. Darüber hinaus ist sie Mitglied in der Türkeidelegation und der Mexikodelegation des Europäischen Parlaments.

 

Ska ist 1981 im heutigen Guben, Brandenburg (ehemals Wilhelm-Pieck-Stadt Guben, DDR) geboren und hat an der Freien Universität Berlin und an der Sabanci Üniversitesi Istanbul Islamwissenschaft, Turkologie und Judaistik studiert. Sie hat ihr Studium im Jahr 2010 mit einem Magister abgeschlossen. Vor ihrer Wahl ins Europaparlament war sie u. a. Mitglied im Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND, Sprecherin der Federation of Young European Greens (FYEG) sowie Landesvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen in Brandenburg.

Während der vergangenen Europawahlen 2014 war Ska die europäische Spitzenkandidatin der Grünen und ist seit ihrer erfolgreichen Wiederwahl Vize-Präsidentin der Grünen Fraktion im Europaparlament.

 


 

Ska Keller über sich:

Mission Statement 

Mit meiner Arbeit hoffe ich nichts weniger, als die Welt zu verändern. Das passiert oft in kleinen Schritten und man braucht einen langen Atem. Aber mir ist es wichtig, immer klar zu haben, wohin die Reise geht. Nur wer weiß, was das Ziel ist, kann auf dem Weg dahin Umwege und Trippelschritte in Kauf nehmen.

 

Im Europäischen Parlament funktioniert das meiste nur über solche Umwege und Trippelschritte. Um konkrete Verbesserungen für Menschen zu erreichen, muss man Kompromisse eingehen, man muss Prioritäten setzen und Entscheidungen treffen, deren tragweite sich nicht immer absehen lässt. Trotzdem finde ich es richtig, auf konkrete Veränderungen jetzt zu setzen, mögen sie auch klein sein, und nicht auf die Weltrevolution zu warten.

 

Parlamente sollen Gesellschaften repräsentieren. Trotzdem sieht das EU-Parlament ziemlich uniform aus: vor allem Männer um die 50 und aufwärts in Anzügen sitzen da. Ältere Männer sind natürlich ein Teil der Gesellschaft und müssen auch im Parlament vertreten sein. Aber andere Gruppen wie Frauen, junge Menschen, Zugewanderte und auch Menschen ohne Hochschulabschluss sind unterpräsentiert. Zumindest an der Vertretung jüngerer Menschen kann ich was ändern. Aber dazu gehört nicht nur, dass ich als halbwegs Junge im Parlament rumsitze, sondern auch, dass ich versuche, möglichst jüngere Leute anzusprechen und ihre Forderungen und Probleme in meine Arbeit einfließen lasse. Dazu gehört zum Beispiel, die Eurokrise aus der Sicht einer Generation anzugehen, die die Krise nicht verursacht hat, aber jetzt ihre Folgen ausbaden muss.

 

Ein Grundsatz meiner Politik ist, nicht nur darauf zu schauen, wie man selbst am besten fährt, sondern immer die Belange anderer Menschen mitzudenken. Das spielt in der Migrations- und Flüchtlingspolitik sowie in der Handelspolitik eine herausragende Rolle. Ob es darum geht, Menschen Schutz zu gewähren oder darauf zu achten, dass Menschen anderswo nicht unter unserer Handelspolitik leiden - es gibt leider kaum Abgeordnete, die dabei über ihren eigenen Wahlkreis hinausdenken. Ich dagegen verstehe mich als europäische Abgeordnete, die auch über die europäischen Grenzen hinwegschaut. Ich streite in Europa für ein gerechtes, faires Europa, das Flüchtlinge schützt, Menschen hereinlässt und fair behandelt; das Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit nicht nur im Inneren beachtet, sondern auch bei den Außenbeziehungen.

 

Für mich ist Europa ein großartiges Projekt, das Potential hat, nationale Grenzen aufzuweichen - an den Schlagbäumen und in den Köpfen. Es ist ein Projekt, das formbar ist und das von den Menschen abhängt, die mitmachen wollen. Deswegen ist es für mich zentral, über meine Arbeit und über das, was in der EU passiert, zu informieren und Leute zum Mitmachen anzuregen. Nur wenn wir alle uns engagieren und einbringen wird Europa so, wie wir das wollen. Und wenn ich "alle" sage, meine ich "alle Menschen in Europa". Ich will mich nicht nur für die Leute in meinem Wahlkreis einsetzen, sondern für die in ganz Europa, auch wenn das nicht gerade einfach ist.

 

 

Meine Grundsätze sind:

  • nur mit einem Ziel vor Augen kann ich Umwege gehen
  • ich will konkrete Verbesserungen für Menschen erreichen
  • ich will jungen Leuten Mitentscheidung ermöglichen, gerade in der Krise
  • ich will erreichen, dass Flüchtlinge in der EU gut aufgenommen werden und legale Migration möglich wird
  • ich setze mich für eine faire Handelspolitik ein, die die Interessen der Menschen in den Vordergrund rückt
  • ich will eine europäische Abgeordnete sein
  • Transparenz, Information und Austausch sind zentral für meine Arbeit