Ska im Plenum: "..zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit,die den Menschen aus der Armut hilft,gehört mehr als Geld."

Franziska Keller, im Namen der Verts/ALE-Fraktion. – Herr Präsident! Mit diesem Übergangsabkommen wi...

Grüne Resolution zur Situation in der Türkei

Die Proteste in der Türkei sind in dieser Plenarwoche Thema im Europäischen Parlement. Hierzu gibt e...

Neues Grünes POSITIONSPAPIER zu Migrationsbewegungen und Klimabedingungen

Ska Keller hat gemeinsam mit Barbara Lochbihler, Hélène Flautre und Jean Lambert an einem Positionsp...

  • Ska im Plenum: "..zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit,die den Menschen aus der Armut hilft,gehört ...

  • Grüne Resolution zur Situation in der Türkei

  • Neues Grünes POSITIONSPAPIER zu Migrationsbewegungen und Klimabedingungen

Politikkohärenz

Franziska Keller, im Namen der Verts/ALE-Fraktion. – Herr Präsident! Mit diesem Übergangsabkommen wird die gesamte Region in Zentralafrika geschwächt. Die Nachbarländer werden wirtschaftlich auseinandergerissen. Die EU ist zwar der größte Geber von Entwicklungszusammenarbeit, aber zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit, die den Menschen aus der Armut hilft, gehört mehr als Geld. Politikkohärenz im Interesse der Entwicklung, Vorrang der Bedürfnisse des Partnerlandes, all das gehört dazu. Auch die Frage der Förderung der regionalen Zusammenarbeit. Dieses Abkommen wird der regionalen Zusammenarbeit aber nicht dienlich sein. Dieses Abkommen läuft auch anderen Prinzipien der Politikkohärenz im Interesse der Entwicklung entgegen. Es ist nichts anderes, als ein…
Die Grüne Europafraktion organisierte am 5. Juni eine große Veranstaltung zum geplanten Handelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP), wozu einige US-amerikanische ExpertInnen eingeladen waren. Die Möglichkeit, die Risiken des Abkommens mit den internationalen Gästen zu diskutieren, nutzten auch NGOs und die Böll-Stiftung – so gab es insgesamt drei Veranstaltungen innerhalb von zwei Tagen. Bei zwei von ihnen war Ska Keller als Kommentatorin bzw. Referentin eingeladen und wies auf ihre Bedenken hin. Dabei wurde deutlich, dass in den USA ganz ähnliche Probleme gesehen werden. Die US-amerikanischen Gäste hatten teilweise mehr Informationen darüber, was die USA verhandeln wollten. Damit konnten…
Das Gerichtsurteil des Europäischen Gerichts vom vergangenen Freitag verheißt nichts Gutes. Die NGO Corporate Europe Observatory (CEO) reichte 2011 eine Klage gegen die EU ein wegen intransparenter Verhandlungsführung des Freihandelsabkommen der EU mit Indien – und wurde abgelehnt. Die Verhandlungen fanden (und finden) unter starker Geheimhaltung und in enger Kooperation mit IndustrievertreterInnen statt. So trifft sich die EU-Kommission immer wieder mit Unternehmensverbänden, bindet aber die Zivilgesellschaft in die Verhandlungen nicht ein. Im Urteil heißt es, dass die Kommission berechtigterweise den Austausch mit ExpertInnen suche. Vor diesem Hintergrund müssten die Protokolle der Gespräche auch nicht publik gemacht werden. Das ist kein…
In der letzten Zeit gab es neue Bemühungen, Verhandlungen für eine Transatlantische Handels- und Investmentpartnerschaft (eng. TTIP) zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika zu beginnen. Wir Grüne haben dabei viele Bedenken. Was aber wenig diskutiert wird, ist, wie solch ein Abkommen sich auf den Globalen Süden auswirken wird. Auch wenn der Globale Süden kein homogener Block ist, sondern aus sehr unterschiedlichen Staaten besteht, werden sie von diesem Handelsabkommen zwischen den USA und der EU betroffen sein. Allerdings ist es noch relativ unklar, was für genaue Auswirkungen auf die Länder des Globalen Südens zukommen, da das bisher…
In der letzten Zeit gab es neue Bemühungen, Verhandlungen für eine Transatlantische Handels- und Investmentpartnerschaft (eng. TTIP) zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika zu beginnen. Es wird davon ausgegangen, dass bereits im Juli erste Gespräche stattfinden. Die EU-Kommission will die Verhandlungen innerhalb von zwei Jahren abschließen und sieht das Abkommen als ein Weg aus der derzeitigen Finanz- und Wirtschaftskrise. Als Grüne sehen wir viele kritische Punkte – intransparente Verhandlungen, der Glaube an eine wachstumsbasierte Ökonomie als Rettung aus der Krise oder die Lockerung von VerbraucherInnenschutz, um nur einige zu nennen.   Derzeitiger Stand der Verhandlungen Ende…
"Herr Präsident! Letztes Jahr gab es einen Höchststand von Klagen von Investoren gegen Staaten. 2012 wurden mit 52 Fällen die meisten Klagen pro Jahr eingereicht, seit es Investitionsabkommen gibt. In 70 % der Fälle bekam die Investorin oder der Investor Recht. Ebenfalls 2012 wurde die höchste Entschädigung aller Zeiten verhängt, und zwar gegen Ecuador. Ecuador musste 1,77 Milliarden US-Dollar an Occidental wegen der Kündigung eines Ölvertrags zahlen. Das Urteil wurde von zahlreichen Experten als äußerst zweifelhaft eingestuft. Entwicklungsländer sind überdurchschnittlich oft Ziel solcher Klagen, und für sie bedeuteten die Strafzahlungen existenziell hohe Bürden. Vattenfall verklagt momentan Deutschland wegen der Entscheidung…
Zur Diskussion der Zivilgesellschaft mit Europaabgeordneten sowie VertreterInnen von Rat und Kommission am 04. Juni 2013 wird auch Ska im International Press Centre, Brussels sein. Die Diskussion widment sich von 14:00 bis 16:00 den InvestorInnen-Staatsklagen, zu denen wir euch bereits in unserem Spezial Fakten zusammengetragen haben, konkret der Frage, ob das Handelsabkommen zwsichen EU und USA Attaken zu auf Interessen des Gemeinwohls ermutigt.     Public discussion of civil society with MEPs, Council & Commission Tuesday, June 4th 2013, 14.00 - 16.00  Résidence Palace - International Press Centre, Brussels In June, the EU and the US are expected to formally…
Es existieren heute zahlreiche internationale Freihandels- und Investitionsabkommen. Ihr Ziel ist es, Anreize für ausländische Direktinvestitionen (FDI) zu schaffen, indem sie einen gesetzlichen Rahmen festlegen, der den InvestorInnen einen besonderen Schutz und bedeutende Rechte gewährt. So erlauben es etwa die Vorschriften in zahlreichen so genannten bilateralen Investitionsschutzabkommen (BIT), dass InvestorInnen Staaten auf Schadenersatz verklagen können (Investor to State Klagen), wenn sie davon überzeugt sind, dass durch nationale Entscheidungen und Eingriffe ihre Investitionen und Profite gefährdet sind bzw. beeinträchtigt werden.   Ausländische Direktinvestitionen - halten oft nicht, was sie versprechen Den InvestorInnen werden diese weitreichenden Rechte gewährt, da man sich dadurch…
Zwischen der Menschenrechtsrhetorik der EU und ihrer praktischen Umsetzung klafft eine große Lücke. Das hat auch die heutige Abstimmung über das Freihandelsabkommen mit Peru und Kolumbien im EU-Parlament wieder gezeigt. Die handelspolitische Sprecherin im Europaparlament, Ska Keller, und der Grüne Bundestagsabgeordnete Thilo Hoppe erläutern in ihrem Artikel,  dass es den Grünen nicht um eine grundsätzliche Ablehnung von Handel geht. Vielmehr braucht es Abkommen auf Augenhöhe, die den ärmeren Ländern Chancen für eine nachhaltige Entwicklung und die Verbesserung ihrer Menschenrechtssituation bieten, die Umwelt schützen und den politischen Dialog zwischen beiden Regionen beflügeln.   Sackgasse für die Menschenrechtevon Ska Keller und Thilo Hoppe Als die Blockade…
Ska und die niederländische grüne Abgeordnetet Judith Sargentini haben eine Anfrage an die Kommission gestellt zur Vereinbarkeit niederländischer Kartoffelexporte nach Kenia mit dem Prinzip der Politikkohärenz. Der kenianische Kartoffelsektor wurde unter anderem mit Maßnahmen und Geldern der internationalen Zusammenarbeit unterstützt und wieder aufgebaut. Die kenianische und niederländische Regierung haben 2011 ein Abkommen über den Export niederländischen Kartoffelsaatguts nach Kenia abgeschlossen. Es sind keinerlei Einzelheiten zu dem Abkommen bekannt, auch nicht den Interessensträgern des Sektors. Es bestehen Bedenken bezüglich des Risikos neu eingeführter Krankheiten mit den Exporten und einer Gefährdung der kenianischen Wirtschaft durch billige Exporte. Die Anfrage bat um eine…

Newsletter Abo