FAIR handeln – Die EU in die Pflicht nehmen!

20. Januar 2014

Mit meinem grünen Blick auf die Verteilungsverhältnisse zwischen Globalem Süden und Norden fällt es mir schwer, der aktuellen europäischen Handelspolitik viel Gutes abzugewinnen. Teil der Motivation, Unternehmen zu unterstützen und Abkommen zu schließen muss sein, einen menschenrechtlichen Mehrwert zu exportieren. Arbeitsbedingungen und Gehälter sollen in Vereinbarkeit mit der Würde der ArbeiterInnen stehen. Das ist bisher jedoch nicht der Fall. Aber das müssen wir nicht hinnehmen!

Um etwas zu ändern, bin ich vom Entwicklungs- in den Handelsausschuss gewechselt. Wir müssen gemeinsam Druck auf die EU und Unternehmen aufbauen. Dass ich das auch weiterhin tun werde, habe ich gerade mit meiner Unterschirft unter dem FairTrade-Manifest bekräftigt. Aber du musst nicht PolitikerIn sein. Sei Bauarbeiterin, CardiologIn, Astronautin, Bäuerin, Kindergärtner oder die erste Geige.

Du bist VerbraucherIn und du als einzelneR VerbraucherIn machst einen entschiedenden Unterschied und kannst viel bewegen!

 

Wie?

 

Für die Betroffenen ist es schwer, allein zu stehen: Selbst wenn sie den großen Mut aufbringen, als Gruppe gegen die unmenschlichen Zustände ihrer Arbeit zu demonstrieren, sind sie nicht geschützt vor dem vorauseilenden Gehorsam der HandlangerInnen “unserer” westlichen Unternehmen – wie zuletzt etwa bei der brutalen Niederschlagung der Streiks von TextilarbeiterInnen in Kambodscha, für die ich einen existenzsichernden Lohn fordere.

 

 

Wir haben die Chance, diese Umstände anzuprangern.

Tun wir es gleich heute. Und morgen wieder, wenn nötig!