Die renommierte London School of Economics (LSE) hat für die britische Regierung die Kosten und Nutzen der Aufnahme von Investor-Staat-Klagen untersucht. Die Studie findet sich hier.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass ein Investitionskapitel in TTIP dem Vereinigten Königreich wenig bis gar keine Vorteile bringen würde. Der Investitionsfluss zwischen beiden Ländern ist bereits sehr hoch und bisher gibt es keine Anzeichen für Schwierigkeiten von britischen Investoren in den USA. Die Studie hat keine Anzeichen dafür gefunden, dass ein Investitionskapitel mehr Investitionen generieren würde.
Auf der anderen Seite stellen die AutorInnen fest, dass ein solches Kapitel hohe Kosten mit sich bringen könnte. Die hohe Anzahl von amerikanischen Investoren im Vereinigten Königreich lässt die Wahrscheinlichkeit von Investor-Staat-Klagen steigen.
Die Studie empfiehlt der britischen Regierung, entweder Investitionsschutzbestimmungen ganz aus dem Abkommen mit den USA herauszunehmen und sich auf die Liberalisierung von Investitionen zu konzentrieren, oder aber zumindest die Möglichkeit für Investor-Staat-Klagen auszuschließen.
